Landeswettbewerb für mehr Biodiversität
Junge Leute setzen sich für Nachhaltigkeit ein

Junger Mann hängt hölzernen Vogelnistkasten in Strauch

Mit Maßnahmen zur Förderung des Lebensraums von Rebhühnern und zur Gestaltung eines naturnahen Gartens überzeugten die Studierenden der Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen, Abteilung Landwirtschaft, und der Dorfhelferinnenschule. Sie belegten 2020 Platz 1 und 2 beim Wettbewerb "Erzeugung gestalten, Arten erhalten" des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Im April 2021 haben die Studierenden der Abteilung Landwirtschaft mit dem Preisgeld einen weiteren Beitrag zur Artenvielfalt geleistet.

Sie beschafften Nistkästen und Insektenhotels aus den Lebenshilfe-Werkstätten Ingolstadt, die dort Menschen mit Behinderung bauen. Diese übergab Uwe Stelzer, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Lebenshilfe Werkstätten Ingolstadt, in Pfaffenhofen an die Semestersprecher Lukas Mühlbauer aus Walkersbach und Franz Felbermeier aus Lampertshofen stellvertretend für alle Studierenden.
Nachhaltigkeit aktiv fördern
Stelzer und Christian Wild, Behördenleiter des AELF, waren begeistert von der der Idee der jungen Landwirtinnen und Landwirte: "Es freut uns sehr, dass die Studierenden auch nach der Schule weiterhin mit so viel Engagement dabei sind, das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit positiv darzustellen und sich sozial wie ökologisch zu engagieren." Der Kauf der Insektenhotels und Nistkästen erreicht laut Wild zwei Nachhaltigkeitsziele: Er fördert die Artenvielfalt im ländlichen Raum und erfüllt einen guten sozialen Zweck in der Region.
Lebensräume für Insekten auf den Studierendenbetrieben
Die Unterkünfte aus Holz brachten die 22 Studierenden anschließend an ihren Höfen an. So schufen sie dort weitere Lebensräume für Insekten wie Wildbienen-Arten, Florfliegen und Marienkäfer. Diese Arten sind teilweise vom Aussterben bedroht und dienen uns auch als Nützlinge – so ernähren sich beispielsweise die Florfliegen und Marienkäfer auch von Blattläusen und unterstützen somit unser Ökosystem dabei, im Gleichgewicht zu bleiben.

Preisgeld für nachhaltige Anschaffungen eingesetzt
Junge Frauen setzen sich für Artenvielfalt ein

Die Studierenden der Dr.-Hans-Eisenmann-Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, haben 2020 beim Landeswettbewerb zur Biodiversität mit ihrem Naturgarten-Projekt die Silbermedaille errungen. Die jungen Frauen bekamen im August 2021 das offizielle Schreiben der Agrarministerin Michaela Kaniber und den Scheck von ihrer Semesterleiterin Andrea Kellermann überreicht.
Mit dem Preisgeld haben die acht Dorfhelferinnen unter anderem die Anschaffung bienenfreundlicher Blumen, Sträucher sowie Kräuter in ihren Gärten finanziert. Stellvertretend für das ganze Semester übergaben Carina Stadler, Theresa Wlasiuk, Katharina Plenk und Anna Oberschätzl der Semesterleitung an diesem Tag eine selbstgebaute Bienen-Stehle für den Naturgarten der Dorfhelferinnenschule Pfaffenhofen.

Rückblick

Gold und Silber für junge Landwirte und angehende Dorfhelferinnen

Frau baut Nistkasten, Mann baut Hecke
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zeichnete die jungen Landwirte für ihr Projekt zur Verbesserung des Lebensraums von Rebhühnern mit der Goldmedaille aus. Platz 2 ging an die Dorfhelferinnenschule für die Gestaltung des naturnahen Schulgartens in Pfaffenhofen. Für Platz 1 gab es 1.200 Euro Preisgeld und 900 Euro für Platz 2.
AELF-Behördenleiter Christian Wild freute sich über den Doppelerfolg und gratulierte den jungen Studierenden: "Die jungen Landwirte und die angehenden Dorfhelferinnen haben sehr engagiert unter Beweis gestellt, wie sie die Artenvielfalt in Flur und Garten erhalten, neue Lebensräume optimal und fachgerecht gestalten können nach dem Motto 'Mehr Wildnis wagen'."

Mit der Projektarbeit erhielten sie wichtiges Know-how, um sowohl künftig eigene Vorhaben auf den Weg zu bringen, Aktivitäten in ihre Betriebe optimal zu integrieren und sich bei dem gesellschaftlich wichtigen Thema der Biodiversität konstruktiv einzubringen.

Auszeichnung mit Gold: Das Rebhuhn als Zeichen eines funktionierenden Ökosystems
Markenzeichen des Rebhuhn-Projekts war die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren wie den Experten des Landesbund für Vogelschutz Pfaffenhofen, den Flächeneigentümern, Bewirtschaftern sowie der Jagdpächterfamilie Scheller aus Reisgang. Behördenleiter Christian Wild dankte den Partnern für die tatkräftige Unterstützung des Projekts: "Ohne Sie hätten wir dieses Projekt nicht zum Erfolg führen können." Der Erfolg kommt durch Kooperation, lautet deshalb die Devise, um dem mittlerweile in den Feldfluren seltenen Vogel zu helfen und dafür die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Da das Rebhuhn am Boden lebt und insbesondere dessen Küken auf Insekten als Nahrung angewiesen sind, gilt es, Lebensräume für Insekten zu schaffen. Dazu haben die 22 Studierenden der Landwirtschaftsschule Pfaffenhofen nicht nur auf Musterflächen südlich von Pfaffenhofen exemplarisch einzelne Maßnahmen umgesetzt, sondern auch daheim auf ihren Betrieben Maßnahmen zur Förderung der Rebhühner realisiert.Die fachlichen Zusammenhänge wurden in einem von den Studierenden entwickelten Flyer aufbereitet.

Informationsflyer Rebhuhn der Studierenden

Auszeichnung mit Silber: Biodiversität − Vielfalt des Lebens
Die angehenden Dorfhelferinnen bekamen Gartenwissen rund um das naturnahe Gärtnern im Praxisunterricht vermittelt, das somit in die landwirtschaftlichen Einsatzbetriebe weitergetragen wird. Gärten können so fachgerecht und ökologisch bewirtschaftet werden. Im Schulgarten sind neben einer Blumenwiese auch Obstbäume sowie ein Gemüsegarten. Heimische Materialien fanden z.B. bei der Erneuerung eines Hochbeets Verwendung. Die Studierenden haben mit dem Bau von Insektenhotels und Fledermauskästen sowie der Gestaltung eines Naturgartens Handlungsmöglichkeiten im Haus- und Nutzgarten aufgezeigt.

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Vom Schul- zum Naturgarten: Ein Projekt der Dorfhelferinnenschule Pfaffenhofen