Ein lauer Abend, der Bienenwissen vermittelte
Waldkinonacht im Walderlebniszentrum Schernfeld
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Waldkinoabend
Ein Höhepunkt des Schernfelder Sommers 2026 war sicherlich der stimmungsvolle Kinoabend unter freiem Himmel im Walderlebniszentrum (WEZ) Schernfeld: Am Samstag, 25. Juli 2026. Gezeigt wurde der Film „Das Tagebuch einer Biene“ von Dennis Wells.
Ein Jahr aus der Sicht einer Biene, mit eindrucksvollen Aufnahmen. Mit einem Waldspaziergang und sechs lehrreichen Stationen stimmte das Team des WEZ Schernfeld die Besucherinnen und Besucher auf den Open Air Film „Tagebuch einer Biene“ ein. Die Führung begann um 19:30 Uhr und bot fundierte Einblicke in das Leben von Honig und Wildbienen.
Spannender Einstieg: Expertinnen und Experte im Gespräch
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Waldspaziergang
Die sechs Stationen im Überblick
- Weißtanne – „Tannenhonig“: Welche Honigarten entstehen im Wald, was zeichnet Waldhonig aus und unter welchen Bedingungen sammeln Honigbienen dort Nektar und Honigtau.
- Weide – Wildbienen & Spezialisierung: Vorstellung oligolektischer Wildbienen Arten (beispielsweise die Weidensandbiene) und Erklärungen dazu, wie Honigbienen Sammelplätze finden, wie weit sie fliegen und wie groß Blühflächen sein müssen; zudem die Kommunikation unter den Honigbienen.
- Liegender Totholzstamm – Lebensraumverlust: Gefährdung von Honig und Wildbienen durch Lebensraumverarmung und Nahrungsmangel. Praktische Hilfen wie der Bau von Insektenhotels (wichtige Hinweise: trockener, sonniger und überdachter Standort; Holz senkrecht zur Faser bohren; Kanten glätten).
- Bienenkasten im Wald – Bienenhaltung & Parasiten: Allgemeine Informationen zur Imkerei im Wald, zur Bedrohung durch die Varroamilbe und warum viele Wildbienen von dieser Milbe nicht in gleichem Maße betroffen sind.
- Wildacker – Förderung der Waldbiodiversität: Wildacker als wertvolle Nahrungsquelle für Waldinsekten; Möglichkeiten der Unterstützung, etwa durch VNP Programme im Forst.
- Altholzbestand – Historie und Überlebenschancen: Historische Entwicklung der Bienenhaltung, aktuelle Studienlage zur Überlebensfähigkeit von Bienen in Baumhöhlen und die Erkenntnis, dass nur etwa zehn Prozent der Kolonien in solchen Hohlräumen den Winter überstehen.
Technik und Filmvorführung
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Film "Tagebuch einer Biene"
Der Film zog sogar weitere "Besucher" an: Fledermäuse zogen über den Köpfen der Zuschauern ihre Bahnen und jagten Insekten, die sich im Licht des Films tummelten.
Für die technische Umsetzung wurde das WEZ erneut ehrenamtlich vom Naturfilmer Günter Heidemeier unterstützt, der Ton und Projektion zur Verfügung stellte.

