Betriebsbesichtigung am „Biohöfle“ in Mertingen
Digitale Bestellwege, Hofverarbeitung und Kooperationen stärken die Wertschöpfung

Personen stehen auf einem Acker und hören einer Frau zuZoombild vorhanden

Betriebsleiterin stellt Betrieb vor

Am 16. Juli 2026 fand eine überregionale Felderbegehung und Besichtigung des Betriebs „Biohöfle Mertingen“ unter dem Motto „Vermarktung und Diversifizierung im Ökolandbau“ statt. Veranstalter waren die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nördlingen Wertingen, Ingolstadt Pfaffenhofen und Augsburg sowie die Ökomodellregionen Stadt.Land.Augsburg, Stadt.Land.Ingolstadt und Paartal.

Direktvermarktung und Hofverarbeitung

Juniorchefin Anna Maria Bissinger informierte rund 35 Landwirtinnen, Landwirte und Interessierte darüber, wie der Betrieb durch verschiedene Vermarktungswege eine möglichst hohe Wertschöpfung erzielt. So können Rindfleischpakete per Smartphone App bestellt werden, Kartoffeln und Milch werden über einen Selbstbedienungskühlschrank angeboten und künftig ist ein Selfservice Hofladen mit Selbstscansystem geplant. Am Betrieb werden zudem 45 Milchkühe mit ammengebundener Kälberaufzucht gehalten. Ein Teil der Milch wird zu Käse und Eis verarbeitet und im Hofladen verkauft.

Herausforderung Weidepflicht und Schlachtung

Als Herausforderung in der Milchviehhaltung wird die seit diesem Jahr geltende Weidepflicht gesehen, da dem Betrieb nur wenig arrondierte Fläche zur Verfügung steht. Das Rindfleisch wird überwiegend direkt vermarktet. Um die Tiere möglichst stressfrei zu schlachten, erfolgt die Schlachtung am Hof; anschließend werden die Tiere in einer nahegelegenen Schlachterei zerlegt. Der geringe Stress bei der Schlachtung wirke sich positiv auf die Fleischqualität aus, so die junge Betriebsleiterin. Neben der Milchviehhaltung baut der Betrieb Feldgemüse an, darunter Kartoffeln und Rote Bete.

„Für Neues offen sein“

Ein Mann steht auf einem Acker und schaut Pflanzen anZoombild vorhanden

Felderbegehung

Seit diesem Jahr gehen die Bissingers mit dem Tomatenanbau neue Wege:
Neben Stabtomaten werden erstmals auch Freilandtomaten für die Saftgewinnung kultiviert, was eher untypisch für die Region ist. Der Anbau erfolgt in Kooperation mit einer Hochschule und einem Verarbeiter für ökologisch angebautes Gemüse. Am Ende des Rundgangs gab es für alle Anwesenden Kostproben von den am Hof produzierten Ökoprodukten.

Weitere Informationen zum ökologischen Landbau - Staatsministerium Externer Link