Frisch, vielfältig und regional in der Schulküche
Semester- und Saisonstart an der Landwirtschaftsschule Schrobenhausen

Frau steht in einer Großküche und schneidet KartoffelnZoombild vorhanden

Regionales Gemüse der Saison

Der Frühling markiert den Beginn der Erntezeit und ist eine wichtige Phase für die regionale Wertschöpfung. Spargel, Rhabarber, Bärlauch, Kräuter und Frühlingsgemüse bereichern ab sofort unsere Teller. Erntefrisch vom nahegelegenen Feld und direkt vom Erzeuger zum Verbraucher. Regionalität stärkt nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern setzt auf eine nachhaltige und saisonale Ernährung. Wer beim Einkauf auf lokale Produkte achtet, unterstützt sowohl Arbeitsplätze vor Ort und das ökologische Gleichgewicht der Natur. In unserer ländlich geprägten Region bewähren sich viele heimische Gemüseanbaubetriebe. Vor allem Spargel ist als Frühjahrsgemüse präsent.

Schrobenhausener Spargel in der Schulküche

Gemüse Kräuter und FleischZoombild vorhanden

Zutaten aus der Region

Beispielsweis in der Schulküche, im Fach Küchenpraxis, an der Landwirtschaftsschule Schrobenhausen. Dort haben am 12. März 22 Studierende ihre berufs- und familienbegleitende Fortbildung zur „Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung“, in Teilzeit begonnen. Gleich am Anfang des Semesters, in der ersten Blockwoche, bereiteten die Studierenden ein frühlingshaftes Gericht zu. Unter Leitung von Fachlehrkraft Marianne Brandstetter kochten sie „Tafelspitz mit Gemüse der Saison an Meerettichsauce bzw. Grüner Sauce“. Dabei kamen überwiegend regionale Produkte in den Kochtopf – unter anderem Schrobenhausener Spargel. Erst vor wenigen Tagen hat die Spargelsaison in der Region begonnen. Ungefähr 60 regionale Betriebe - von groß bis klein - sind es, die das Gemüse auf insgesamt 760 ha Fläche anbauen. Dass Spargel als „Königsgemüse“ bezeichnet wird, hat seine Gründe, erklärt Marianne Brandstetter. Er ist reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Da er zu etwa 95% aus Wasser besteht, ist das Gemüse kalorienarm, aber reich an Ballaststoffen.

Wissenswertes über den Schrobenhausener Spargel

Frauen sitzen mit Schürzen an einer Schulbank

Arbeits- und Zeitplanung

Hand hält eine Karotte und schält diese

Gemüse putzen und schneiden

Zwei Frauen bereiten Essen in der Schulküche zu

Zubereitung Beilagen

Frauen stehen in der Küche

Kräuter für die Kräutersauce

Töpfe stehen auf dem Herd

Brühe für Grießnockerlsuppe

Frau bereitet in der Küche etwas zu

Zubereitung der Kartoffeln

Gekochtes Gemüse auf einem Teller

Frühlingsgemüse

Frau steht an einer Küchenmaschine

Kuchenteig

Essen auf Servierplatten

Tafelspitz-Variationen

Schneidebrett mit Kräutern

Frische Kräuter

Eine Frau erklärt etwas

Küchenpraxis

Gericht auf Servierplatte

Schnelle Kräutersauce

Frisches vom Direktvermarkter

Gemüse Kräuter und FleischZoombild vorhanden

Fertiges Gericht

Frisches Frühlingsgemüse und feine Kräuter bereichern den Speiseplan und stärken die Gesundheit nach dem Winter, so Brandstetters Resümee. Wer regionales und saisonales Gemüse vom Direktvermarkter beziehen möchte, kann sich auf der Plattform "Regionales Bayern" informieren. Dort sind Direktvermarkter in der Nähe aufgelistet.

Liste der Direktvermarkter - regionales-bayern.de Externer Link

Tischkultur

Eine Frau steht vor einem Tisch und erklärt etwasZoombild vorhanden

Unterricht Haus- und Textilpraxis

Im Parallelunterricht, im Fach Haus- und Textilpraxis, zeigte Lehrkraft Rosa Öckl, den Studierenden, wie man einen Tisch richtig deckt, wie das Grundgedeck aussieht und wie es angeordnet wird. In Kleingruppen erarbeiteten die Studierenden ein Tischgedeck für einen Bruch-Tisch und ein Tischgedeck für einen Kaffeetisch. Außerdem lernten sie Servierregeln kennen und übten servieren und abservieren. Welche Arten von Servietten es gibt, war ebenfalls Gegenstand des Unterrichts. Für das Osterfest zeigte ihnen Rosa Öckl eine spezielle Falttechnik. Mit dieser entstanden aus den Servietten kleine Hasen.

Praxis und Theorie

Eine Serviette in Form eines Hasens steht auf einem TellerZoombild vorhanden

Festliche Tafel

Der Unterricht an der Landwirtschaftsschule Schrobenhausen verbindet Praxis und Theorie: Küchen-, Textil- und Gartenpraxis ergänzen Ernährung, Haushalts- und Finanzmanagement, Berufs- und Arbeitspädagogik sowie Landwirtschaft. Zusätzlich wählen die Studierenden drei bis vier Wahlpflichtmodule, um persönliche Schwerpunkte zu setzen, etwa in der Betreuung verschiedener Altersgruppen, im Großhaushalt oder in der Referententätigkeit. Wer alle Voraussetzungen erfüllt, hat die Möglichkeit, anschließend die Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin abzulegen. Ein Weg, den die meisten Studierenden traditionell wählen.
Zwei Frauen decken den Tisch

Tisch eindecken

Zwei Frauen decken den Tisch

Falttechnik

Frauen hören einer anderen Frau zu

Haus- und Textilpraxis

Kuchen

Kaffeetafel

Semesterstart

22 Frauen stehen auf einer Treppe für ein FotoZoombild vorhanden

Semesterstart

Anna Scheidel, derzeitige Semesterleiterin, begrüßt die 22 neuen Studierenden. Diese stehen noch am Anfang ihrer hauswirtschaftlichen Karriere. Die Frauen kommen aus unterschiedlichen beruflichen Bereichen - vom Handwerk über kaufmännische und medizinische Berufe bis hin zur Pädagogik und Landwirtschaft. Bunt gemischt, ist auch ihr Alter. Der Durchschnitt liegt bei 31 Jahren, die Spanne reicht von 19 bis 56 Jahren. 13 Studierende kommen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Fünf Studierende kommen aus dem Landkreis Pfaffenhofen und jeweils eine Studierende ist in den Landkreisen Aichach-Friedberg, Dachau, Eichstätt und Freising zu Hause.

Mehr zu dem Teilzeitstudium

Stimmen der neuen Studierenden

Frau steht in der GroßkücheZoombild vorhanden

Annalena Liegsalz aus Linden/Edelshausen

Annalena Liegsalz, 28 Jahre, aus Linden/Edelshausen
"Meine Schwiegermutter in spe hat mir von dem Infotag erzählt. Ich führe frisch einen eigenen Haushalt, da ich gerade erst mit meinem Partner zusammengezogen bin. Gerne möchte ich alles von Anfang an richtig lernen, deshalb habe ich mich für das Studium entschieden. Außerdem steht eine Diversifizierung des landwirtschaftlichen Betriebs, ein Milchviehbetrieb im Haupterwerb, im Raum. Für das Studium habe ich jetzt die Zeit und die Möglichkeit. Ich möchte für die Zukunft breit aufgestellt sein. Ich bin gelernte Landwirtin und arbeite in Vollzeit in einer landwirtschaftlichen Steuerkanzlei. Mit den erarbeiteten Überstunden und dem Resturlaub ermögliche ich mir nun das Studium in Teilzeit an der Landwirtschaftsschule hier in Schrobenhausen. Der Start hier war prima, ich habe mich von vornherein wohlgefühlt, sowohl im Hinblick auf meine Mitstudierenden als auch auf die Fachlehrerinnen. Jeder ist für den anderen da und hat ein offenes Ohr. In der Vollzeitwoche sind wir bereits richtig zusammengewachsen. Bisher macht mir alles sehr viel Spaß, vor allem das Fach Küchenpraxis, denn ich stehe gerne in der Küche und koche und backe leidenschaftlich gern."
Frau deckt den TischZoombild vorhanden

Raphaela Gottschall aus Ludwigsmoos (rechts)

Raphaela Gottschall, 34 Jahre, aus Ludwigsmoos
"Ich habe den Studiengang schon immer im Auge gehabt und habe auch schon mehrere Infotage besucht. Da mein Mann Landwirt ist und er über seine Ausbildung einige Hauswirtschafterinnen kennt, erfuhr ich viel Wissenswertes über die Hauswirtschaft von ihnen und von der Landwirtschaftsschule. In erster Linie mache ich das Teilzeitstudium für mich, um mir einen Weitblick zu verschaffen und Perspektiven zu erkennen. Ich möchte mir die Türen offen halten, mich weiterentwickeln und mir Raum schaffen für Dinge, an die man vielleicht jetzt noch nicht denkt. Außerdem möchte ich mir einen eigenen Bereich in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, einem Kartoffelanbaubetrieb, schaffen. Ich habe eine Lehre als Bankkauffrau gemacht und danach noch Technische Produktdesignerin gelernt und bis zur Geburt unserer drei Kinder in diesem Beruf gearbeitet. Der Entschluss, mich für das Teilzeitstudium anzumelden, folgte am Infotag, als ich eine Mitstudentin kennengelernt hatte. Der erste Tag hier war sehr spannend; ich war entspannt und fand es schön, alle kennenzulernen. Ich bin nach dem ersten Tag mit einem positiven Gefühl nach Hause gefahren. Ich freue mich auf viel Neues in den verschiedenen Bereichen. Außerdem freue ich mich, wenn ich das Gelernte zu Hause anwenden kann, um effektiver zu werden. Zum Beispiel erspart die Falttechnik bei Reinigungstüchern Zeit, da einem acht Reinigungsseiten zur Verfügung stehen und man den Lappen nicht ständig auswaschen muss."