Sicherheit und Können im Wald
Forstlicher Wettbewerb stärkt Ausbildung der Landwirtinnen und Landwirte
Am 6. November 2025 fand im Walderlebniszentrum Schernfeld der regionale Forstliche Wettbewerb für 39 Auszubildende zum Landwirt und zur Landwirtin aus den Landkreisen Ingolstadt, Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen statt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem 2. und 3. Ausbildungsjahr stellten an vier praxisorientierten Stationen sowie in schriftlichen Tests ihr Wissen und ihre Fertigkeiten im Umgang mit der Motorsäge und der Waldarbeit unter Beweis. Ziel des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs ist es, die jungen Fachkräfte für die Gefahren der Waldarbeit zu sensibilisieren und sie optimal auf ihre beruflichen und privaten Tätigkeiten vorzubereiten.
Vier Stationen plus theoretischer Wissenstest
Die Azubis mussten unter anderem fünf Bäume fachgerecht pflanzen, Baumfällungen in der Theorie beherrschen und auch praktisch sicher ausführen sowie die persönliche Schutzausrüstung beurteilen und nach einer Fällung die Baumstöcke auf passende Fälltechnik und Schnittbild begutachten. Eine weitere Station widmete sich der Spannungsbeurteilung und Baumansprache, bei der das Umfeld und mögliche Gefahren beim Fällen eines Baumes bewertet wurden. Trotz trübem und nebeligem Wetter zeigten die Nachwuchskräfte großes Engagement. „Das ist mal was anderes, es ist interessant, sich zu messen und außerdem eine gute Vorbereitung auf die Prüfung“, sagte der 22-jährige Bastian aus Ernsgaden.
Station "Spannungsbeurteilung und Baumansprache"
Station "Persönliche Schutzausrüstung und Stockbeurteilung"
Station "Persönliche Schutzausrüstung und Stockbeurteilung"
Station "Persönliche Schutzausrüstung und Stockbeurteilung"
Station "Fallkerb und Fällschnitt"
Station "Fallkerb und Fällschnitt"
Station "Fallkerb und Fällschnitt"
Korrektur der theoretischen Tests
Grußworte bei der Siegerehrung
Die Besten
Die Siegerehrung fand in einer nahegelegenen Gaststätte statt. Den ersten Platz belegte Maximilian Merkl aus Osseltshausen (2. Lehrjahr), gefolgt von Fabian Regler aus Pfahldorf (2. Lehrjahr) und Selina Bolleininger aus Königsmoos (3. Lehrjahr). Der 2. Bürgermeister von Schernfeld Maximilian Nieberle betonte die Bedeutung der Nachwuchsförderung in der Holzarbeit, insbesondere in einer waldreichen Region wie der Gemeinde Schernfeld mit etwa 45 Prozent Waldfläche. Kreisobmann Johannes Scharl, stellvertretende Kreisbäuerin Irmgard Pfaller und Kreisobmann Manfred König würdigten ebenfalls die Leistungen der Teilnehmer.
Weiter zum Landesentscheid
Veranstalter des Wettbewerbs war das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ingolstadt-Pfaffenhofen. Behördenleiterin Petra Praum gratulierte allen Teilnehmern und unterstrich bei der Urkundenvergabe die Wichtigkeit des Wettbewerbs für die Sicherheit und Qualität in der Forstwirtschaft. Für den Sieger Maximilian Merkl geht es nun weiter zum Landesentscheid.
Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Ausbildung erhalten Interessierte auf der Website des AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen.